Einmal etwas Persönliches...oder warum Winnie keine Ameisenfüsse hat

12.06.2026
Illustration von Autor Gerry Dressler und dem Schaf Winnie am Computer: Gerry Dressler sitzt konzentriert am Schreibtisch mit qualmendem Kopf, während Schaf Winnie mit Zipfelmütze ihm über die Schulter schaut. Auf dem Monitor klebt eine Notiz „KI = mein schneller Pinsel“. Im Vordergrund liegen ein Notizblock mit einer Skizze und einer Checkliste für „Versuch #23“, eine Tasse „Schaffuccino für kreative Köpfe“ und ein Zettel mit „Nicht aufgeben!“. An der Wand hängt ein Bild mit dem Text „KI IST NICHT MAGIE. ABER VERDAMMT NAH DRAN!“.
Hinter den Kulissen des Winnieversums: Wenn der Kopf des Autors raucht und die KI zum schnellen Pinsel wird, um Winnies Welt Schaf für Schaf zum Leben zu erwecken.

❤️ Einmal etwas Persönliches...

Wer meine Blogbeiträge und alles andere verfolgt, hat sich vielleicht schon gefragt, wie all diese Bilder von Winnie, Möbi und den anderen Bewohnern eigentlich entstehen.

Die Antwort lautet:

Mit ganz viel Kaffee....äh..Schaffuccino.

Manchmal mit viiiiiiiiel Geduld, rauchendem Kopf...

...und mit manchmal verzweifeltem Ausprobieren.

Und ja...

...mit künstlicher Intelligenz.

Aber vielleicht anders, als viele denken.

Die KI denkt sich Winnie nicht aus.

Winnie sitzt seit Jahren bei mir zu Hause. Ganz real.

Mit seiner Zipfelmütze.

Seinen I-❤️-Dad-Socken.

Seiner Wollweste.

Und seinem ganz eigenen Charakter.

Dasselbe gilt für Möbi, Hilde, Pfüddi und alle anderen Figuren.

Sie alle existieren schon lange in meinem Kopf, in meinen Geschichten – und eben auch als echte Stofffiguren.

Coole Sache...

...aber wie transportiere ich Winnie und Co. nun in Bücher, Bilder, Videos und zu EUCH?

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

1. Ich beschreibe die Figuren nur mit Worten und überlasse das Aussehen eurer Fantasie.
Hmm... etwas unpraktisch und zu textlastig.

2. Ich zeichne sie selber.
Ich würde mich allerdings nicht wundern, wenn aus Winnie plötzlich ein Elefant mit Ameisenfüsschen wird. Also auch keine wirklich gute Idee.

3. Ich beauftrage einen Grafiker.
Super Idee... zumindest bis ich einen Blick in meinen Geldbeutel werfe.

4. Ich nutze das Werkzeug, das im Moment in aller Munde ist: KI.

Aber...

...so einfach ist auch das nicht.

Die KI bekommt von mir nicht einfach den Auftrag:

"Mach mal ein lustiges Schaf."

Sondern eher:

"Das ist Winnie. Er sieht genau so aus. Er trägt genau diese Mütze. Diese Socken. Diese Wollweste. Er schaut gerade völlig verdattert, weil Möbi wieder etwas unglaublich Gescheites gesagt hat und er nur die Hälfte verstanden hat. Möbi trägt eine Brille und schaut immer sehr klug aus. Beide sitzen auf dem Sofa. Auf dem Tisch stehen ein Schaffuccino und Karottenkekse..."

...und dann folgen meistens noch ungefähr 387 weitere Details.

Und dann beginnt etwas Faszinierendes.

Die KI erstellt daraus ein Bild.

Manchmal super.

Manchmal...

...sagen wir es diplomatisch...

...mit enormem Entwicklungspotenzial.

Dann beginnt das eigentliche Spiel.

Ich probiere.

Ich verwerfe.

Ich ändere.

Ich lache.

Ich bekomme einen kleinen Wutanfall...meisten einen GROSSEN! :-) und Winnie motzt wegen einer zu grossen Nase! 

Ich verwerfe nochmals.

Ich schreibe um.

Ich lache wieder.

Und manchmal...

...sitze ich einfach staunend vor dem Bildschirm. - WOW!

Nicht weil die KI kreativ wäre.

Sondern weil sie plötzlich etwas sichtbar macht, das vorher nur in meinem Kopf existiert hat.

Die Ideen...

Die Figuren...

...das alles stammt immer noch von mir.

Die KI ist für mich kein Ersatz für Fantasie und Kreativität. 

Sie ist eher wie ein unglaublich schneller Pinsel.

Und ein unglaublich netter dazu, denn mein Geldbeutel muss deswegen nicht vor lauter Leere einen Weinkrampf bekommen.

Und ganz ehrlich?

Ich bin über manche Bilder fast genauso überrascht wie ihr und staune wie toll sie werden!

Vielleicht ist genau das das Schönste daran. Ich kann meine Idee sichtbar machen. 

So, nun wisst ihr, wie die Bilder entstehen. Ich kann vieles... aber Zeichnen gehört definitiv nicht dazu.
Winnie würde jetzt sagen:
"Stimmt. Und das mit dem Selberzeichnen lassen wir lieber. Ich will nämlich keine Ameisenfüsse. Die würden meinen Schwabbelbauch niemals tragen können." 

Und Möbi:"Physikalisch betrachtet hätte er damit vermutlich sogar recht."

❤️ Gerry

PS: Als ich diesen Beitrag fertig geschrieben hatte, stand Winnie plötzlich neben mir. Stichwort: Ameisenfüsse.

Er schaute auf den Bildschirm, dann zu mir und meinte:

"Du hättest jetzt schon noch erwähnen können, dass es ein Buch über KI von dir gibt."

Ich antwortete:

"Das wäre doch Werbung."

Winnie dachte kurz nach.

Also ungefähr gleich lange wie ich.

Dann sagte er:

"Dann schreib einfach, dass es Werbung wäre und lass es trotzdem drin."

Tja...

Was soll ich sagen?

Das Buch heisst "KI ist nicht das Problem. Du bist es!"

Und falls dich wirklich interessiert, wie ich KI nutze, wo ich ihre Chancen sehe und wo sie zur Falle werden kann, dann könnte es tatsächlich etwas für dich sein.

Winnie grinst mich gerade ziemlich zufrieden an.

Ich glaube langsam, er hält sich für einen Marketing-Experten.


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